Montag, 13. August 2012

Standing Ovation: Rote Bete und Pepe Nero

Vor Kurzem hat Robert in einem Kommentar bei sich geschrieben: * Wenn mir die Inspiration fehlt, koche ich einfach nach. Dabei isst man gut und muss sich nicht anstrengen*. Da hat er gut gebrüllt, der Löwe. Wobei mich obendrauf noch Unlustigkeits-Anfälle in der Küche plagen, was ich selten habe. In diesem Zustand bin ich dankbarer, nachkochender Blog-Leser.

Den Schlüsselreiz für heute gab Petra. Als sie zu Uschis Rüben-Rezept schrieb:* Rote Bete und Tomate hätte ich nie kombiniert*, konnte ich nur wild mit dem Kopf nicken. Ich auch. Aber wenn sich Petra begeistert zeigt, dann bin ich einem subversiven Zugzwang ausgeliefert: ich MUSS nachziehen.

Und wieder ein Mal hat sich gezeigt: Blog-Rezepte sind die besten. Mein Habib hat am Tisch regelrecht geschnurrt. *Standing Ovation* für jeden Koch. Und dann macht Kochen doch wieder Spaß.

Derart Gutes braucht gute Gesellschaft. Dafür habe ich meinen bunkernden Geiz überwunden und für das begleitende Faux Filet den gehüteten Pepe Nero von Sabine geöffnet. Es wurde ein großes Sonntags-Schlemmen.

Mir bleibt nur mich bei sämtlichen Mädels zu bedanken: Merci, liebe Petra fürs Anstoßen, Merci liebe Uschi für das Rezept, Merci liebe Sabine fürs pfeffrige Beglücken.
Zutaten:

3-4 Rote Bete
3 Schalotten, fein gehackt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
6 ganz dünne Bauchspeck-Scheiben in Streifen geschnitten
6-8 Coktailtomaten
3 EL alter Balsamico-Essig
1/2 Zitrone, Saft davon
6 EL Olivenöl, das gute
2 EL feingeschnittene Petersilie

Zubereitung:

Rote Bete weich kochen oder in Alufolie im Backofen bei 225°C garen (dauert je nach Größe und Alter 45-90 Minuten), schälen und in nicht zu dünne Scheiben schneiden. In einem Topf etwas Öl erhitzen und den Speck darin drei Minuten knusprig braten. Schalotten und Knoblauch hinzufügen und braten, bis sie weich werden und zu karamellisieren beginnen, ungefähr fünf Minuten. Salzen und pfeffern.

Den Topf vom Herd nehmen. Essig, Zitronensaft, Tomaten und Olivenöl hineingeben, solange die Schalottenmischung noch warm ist. Die noch lauwarmen roten Rüben untermischen und das Gemüse eine halbe Stunde ziehen lassen. Dann die Petersilie dazugeben.

Als Beilage gabs für den Habib seine geliebten Pellkartoffeln und für mich einen schnellen Stampf.

Kommentare:

  1. die Saison hat ja erst angefangen, da wird sich noch manchmal die Gelegenheit ergeben ;-), die Kombination mit Tomaten auszuprobieren

    AntwortenLöschen
  2. Danke für das schöne Lob, da werd ich ja gleich ganz rot :-)). Gut sieht er aus, dein Salat, vor allem die helleren Rübchen gefallen mir sehr!

    AntwortenLöschen
  3. Super! Am Donnerstag zum ersten Mal Ringelbeete bekommen und gestern gekocht.
    Dein/Euer Rezept hätte ich gut gebrauchen können!
    Lecker

    AntwortenLöschen
  4. Ich stehe ja auf Gerichte die optisch etwas her machen, da bekommt man einfach Appetit. Und das hier sieht toll aus, das möchte man eigentlich auch sofort mal nachkochen.

    AntwortenLöschen
  5. Nun bin ich aber froh, dass Du Deinen "bunkernden Geiz" überwunden hast ;-) Du weisst doch auch, wo es Nachschub gibt

    AntwortenLöschen
  6. Bei mir gab es das heute zum Mittagessen - sehr lecker. Aber so schön wie Deins sah es nicht aus. Gut, dass Malte da über dem Elsässerli zuerst Deine Variante gesehen, meine würde ihn nämlich nicht anmachen zum Nachkochen *gg*.

    AntwortenLöschen
  7. @Robert: Schön mild sind die ersten Rübchen - aber ich bin mir sicher, das ich Uschis Rezept auch mit den späteren wieder zubereiten werde.

    @Uschi: Ein weiterer schöner Nebeneffekt beim Nachkochen ist, dass ich das Fremdrezept ungebremst loben kann :) - dein Rezept kommt ins Dauer-Repertoire! Und auch der Linsensalat von dir hatte mir bereits so gut geschmeckt. Das wird nicht lange dauern, bis ich mir das nächste Gericht bei dir raussuche!

    Die hellen Rüben gefallen mir auch sehr - obwohl wir das Samentütchen für die verschiedenen Rote Bete-Sorten teuer bezahlt haben. Samentütchen sind in F im Vergleich zu D einfach grauslig hochpreisig.

    @Sybille: Die holde Rote Bete kann man öfters im Monat essen - zumindest ich. Und jetzt sind sie noch besonders mild im Geschmack. Also ranhalten!

    @Malte: Hach, das ist schön, wenn ein Foto solch einen Impuls auslöst. Das schmeichelt mir jetzt aber :)

    @Sabine: Na der gute Pepe Nero, den kann man nicht für IRGENDETWAS das erste Mal verwenden. Nun ist er offen und ich werde nun bestimmt freigiebiger. Ganz köstlich, Danke liebe Sabine!

    @Henne: Geschmacklich ist dieses Gericht ein Bringer und das hat eindeutig Vorfahrt vor der Optik - auch als Blogger ;). Idealerweise haut aber beides hin.

    AntwortenLöschen
  8. Da sitze ich ab heute ferienhalber im Herkunftsland des schwarzen Spezialpfeffers - und kriege gleich deine optisch ausgesprochen hübsche Bete/Tomatenkombi zu sehen! Und ein ganz frisch gekauftes Pfefferglas wartet auf Verwendung :-)

    AntwortenLöschen
  9. tolle Fotos, habe schon bei Henne geschrieben, dass ich niemals auf die Idee gekommen wäre Rote Bete mit Speck zu verbandeln.
    Lieben Gruß
    Gaby

    AntwortenLöschen
  10. @Petra: Ja ganz wunderschöne Ferien liebe Petra - habt eine gute Zeit!

    @Gaby: Ich habe mich vorallem an Rote Bete und Tomate gestoßen - da fand ich bereits die zwei Rottöne nicht harmonisch miteinander.

    ABER: ich bin auf ganzer Linie besseres belehrt worden.

    AntwortenLöschen
  11. Heute koche ich den Salat nach und ich freue mich schon sehr :-)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Da es nicht mein eigenes Rezept ist, kann ich ganz ungeschminkt sagen: Wird Bombe - warts ab ;)!

      Löschen
    2. Du hast nicht zu viel versprochen, ich finde den Salat richtig lecker und mir schmeckts sehr gut :-) Die erste frische Rote Bete meines Lebens - und nicht die letzte. Ist zwar noch nicht verbloggt, aber auf Facebook habe ich schon ein Bild hochgeladen. http://www.facebook.com/pages/MaltesKitchen/331359853588091

      Danke für das tolle Rezept!

      Löschen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...