Donnerstag, 2. Juli 2015

La canicule - kalte Tomaten-Melonen-Suppe mit Estragon-Croûtons

Sag' ichs ohne Umschweife: die Affenhitze ist alles beherrschendes Thema. Da hält man sich kurz. Vorallem wenn man mitten in der Sonne steht. Oder am Herd. Zum richtig Hungerhaben ists auch viel zu warm. Bref: es ist das PERFEKTE Wetter für kalte Suppen.

Wiederum nur eine Spielart von Gazpacho. Dieses Mal von dem besternten Koch mit dem unmerkbaren Namen: Ali Güngörmüs. Gleich zwei Vorurteilen der Sterneküche wird er mit diesem Rezept gerecht: es wird viel (zuviel) Fett dran gehauen, die Portionen könnte man auch in Fingerhüten servieren. Was sich aber leicht umschiffen läßt. Geschmacklich prima und wie gemacht für gerade JETZT und HIER. Wir hätten gerne nachgeschlagen...
Zutaten 2P*:

1 Zwiebel, fein gewürfelt
5 Tomaten, gehäutet
200g Wassermelone
100ml Olivenöl*
50ml Gemüsebrühe
1/2 Bund Estragon, gehackt
einige Scheiben Baguette, in Würfel
75g Butter
3 EL Joghurt
1 Spritzer Tabasco
Salz, Pfeffer
Zucker

Zubereitung:

Die Tomate in 1 EL Olivenöl glasig dünsten. Die Tomaten in Würfel schneiden und zusammen mit der Gemüsebrühe dazugeben. Den Deckel auflegen und bei leichter Hitze 20min köcheln lassen. 

Das Olivenöl zusammen mit der Butter in eine erwärmen und die Croûtons darin knusprig braten. Kurz vor Ende den Estragon zufügen und unterrühren. Anschließend die Croûtons auf Küchenpapier abtropfen lassen. Abkühlen lassen.

Die Wassermelone in größere Stücke schneiden. Die Wassermelone, den Joghurt und 2 EL Olivenöl zu den Tomaten geben und die Suppe fein pürieren. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.

Mit den Croûtons servieren.

*Anmerkung m: Diese Portion ist ursprünglich für 4P ausgeschrieben - das reicht EBEN SO für zwei Personen. TIPP: lieber gleich die doppelte Portion machen (wir hätten auch gerne Nachschlag gehabt). Die Butter habe ich komplett rausgekürzt, das Olivenöl drastisch verringert.

Dienstag, 30. Juni 2015

Festtag V: Verlosung Pastamaschine - DIE ultimative Küchenaufhübschung

Was Sie schon immer nicht über mich wissen wollten:
  • Salatschleudern kann ich nicht ausstehen. Ja, sie sind praktisch. Und geschleuderter Salat schmeckt niemals wässrig. Aber die Dinger sind sperrig und gerne putzen tue ich sie auch nicht.
  • Knoblauchpressen sind für mich eine völlig unnütze Erfindung. Der Knoblauch wird dadurch viel herber im Geschmack. Für Tzatziki verwende ich die Presse - ansonsten fällt mir keine Ausnahme ein. Ich bin ein Knoblauchfeinhacker.
  • Mein Dilletantismus in der Küche läßt sich mit einem Blick auf meine Lieblingsmesser erkennen: sie sind zumeist winzig.   
  • Selbst wenn sie schützen, habe ich so gut wie nie eine an: Küchenschürzen. Das hängt damit zusammen, dass ich sehr unterscheide zwischen meiner Kleidung für den Garten und der *Straßenkleidung*. Weiße Hosen gehören für mich trotzdem zu dem größten Modequatsch, den man sich auf dem Land nur vorstellen kann.
  • Meine Handwerkerseele lebt sich dadurch aus, dass ich wirklich fast alles von Hand mache. Nudelteig kneten etwa. Oder ich zücke meinen Uralt-Handrührer von Siemens. Auch weil mein schöner neuer von Kenwood ein ausgewachsener Murgs ist.
Was Sie schon längst über mich wissen:
  • frische, selbstgemachte Pasta macht das Leben schöner. Zweifelsohne. Meines ganz bestimmt. Und weil das so ist, bewohnt einer der ganz wenig festen Plätze in meiner Küche eine Pastamaschine.

Die entscheidende Frage des Tages lautet: habt ihr bereits eine Pastamaschine? Falls NICHT, muss sich dringend ändern. Wieso sich GEFU bereit erklärt hat, mir diese Pastamaschine zur Verfügung zu stellen, um sie unter meinen Lesern zu verlosen. Dieses Küchenschätzchen markiert gleichzeitig Höhepunkt und Finale meiner Festtagsspiele. Kinners, so eine Machine braucht man! Braucht jeder! Gerne würde ich euch ja alle glücklich machen. Aber eine Person wird mit dieser Pastamaschine von GEFU auf jeden Fall glücklicher als vorher. 

So wie man in Südfrankreich daran glaubt, dass man mit Knoblauch alles heilen kann außer Liebeskummer, genauso halte ich frische Pasta für ein kulinarisches Allheilmittel. Wenns hart auf hart kommt, kannn man beides kombinieren: VIEL Knoblauch zu einer Portion frischer Pasta. Damit sollte man selbst am Freitag den 13ten immun sein gegen schwarze Katzen und Konsorten...
Zutaten 2P:

100g Mehl
80g Hartweizenmehl
Salz
1 Ei
2 Eigelb
4 Knoblauchzehen
70g Butter, die gute
fleur de Sel
Pfeffer, mittelfein gemörstert (Campot-Pfeffer)
200g Saubohnen, ausgelöst aus Schote und Schale*

Zubereitung:

Aus Mehl, Ei und Salz einen homogenen Teig kneten (nicht zu fest und nicht zu weich - gegebenenfalls noch einen Spritzer Wasser zufügen). In Folie wickeln. Mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Dann mit Hilfe der Pastamaschine auswellen (m: Stufe 6 von 7) und auch damit in Tagliatelle schneiden.

Die Knoblauchzehen schälen und fein hacken. Den Pfeffer mörsern.

Reichlich Salzwasser zum Kochen bringen. Während die Pasta in dem Wasser al dente kocht (etwa innerhalb von 3min). Die Butter in einer Pfanne schmelzen lassen, den Knoblauch zufügen und 1min darin schwenken. Die Saubohnen ebenfalls dazugeben und erwärmen. Die Tagliatelle abschütten und tropfnass zu der Butter geben. Mit fleur de sel und Pfeffer würzen. Alles gut vermengen und auf vorgewärmten Tellern servieren.
Teilnahmebedinungen: Wer hier bis zum SO, 5.Juli (24Uhr) einen Kommentar hinterläßt kommt - wenn nicht ausdrücklich dagegen ausgesprochen - in den Lostopf für die GEFU-Pastamaschine. Viel Glück. Und vielen Dank an GEFU fürs Mitfeiern!

Bekanntgabe aller Los-Glückspilze am DI 7.Juli !!!

Montag, 29. Juni 2015

Apéro-Land Frankreich: Sesam-Cracker

Alles beginnt in Frankreich mit dem Apéro. Ist man zum Essen eingeladen oder nur, um etwas zusammen zu trinken. Dafür gibts extra so kleine Zwiebackbrote zu kaufen. Die sind sehr beliebt in Kombination mit etwas Tapenade, Hummus,Tomate confite ect... Die liebloseste Variante ist, einfach ein paar gesalzene Nüsschen und Chips auf den Tisch zu stellen. Natürlich kann man sich auch mehr Mühe machen. So oder so wird ums Alkohol-Trinken gerne ein großer Kult veranstaltet - wie in ganz Europa. Der Apéro ist die französische Variante.

Genau für diese Gelegenheit fielen mir die Sesam-Cracker bei Susanne auf. Und vorallem der Teig stellt sich in seiner Einfachheit wirklich als Entdeckung heraus. Dabei schwärmen die Österreicher schon seit Jahren. Eine Neuheit ist er also nicht. Wüßte man es nicht besser, dann müßte man fast meinen, es handle sich um *echten* Blätterteig. Vorallem warm und knusprig aus dem Ofen ist diese Sesam-Knabberei wirklich unwiderstehlich. Am nächsten Tag verliert sie viel von ihrem Crunch - daher sollte sie am gleichen Tag verzehrt werden. Ich finde ja, sie ähneln geschmacklich diesen kleinen Fischlis - nur eben in viel besser.

Und weil die Sesam-Cracker beim letzten fröhlichen Beisammensein weggingen wie geschnitten Brot, buk ich sie in kürzester Zeit ein zwei Mal. Deutlichere Zeichen gibt es nicht...
Zutaten - 1 Blech:

120g Mehl (Weizen 812 /m: T80)
Salz
120g Quark, abgetropft (Vollfett)
60g Butter, kalt
1 Ei, verquirlt
Sesam, goldener und schwarzer
fleur de sel

Zubereitung:

Mehl mit etwas Salz in eine schüssel geben, Quark dazugeben. Die Butter mit einem Messer in kleine Stückchen schneiden, in die Schüssel geben und alles schnell verkneten. Dann zu einer rechteckigen Platte ausrollen, dreimal falten (m: anstelle einer einfachen Tour eine doppelte gegeben - d.h. die Mitte des Teiges festlegen, dann den Teig von beiden Längsseiten zur Mitte schlagen und übereinander legen - s.hier). In Frischhaltefolie wickeln und für mindestens 30 min im Kühlschrank ruhen lassen.

Backofen auf 200° Ober- Unterhitze vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen.

Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen und in Rechtecke schneiden (m: 6cm x 2cm - funktioniert aber auch größer oder etwas kleiner). Auf das Blech legen, mit Ei bestreichen und mit Saaten und Salz bestreuen.

In ca. 15 -20 min knusprig braun ausbacken - sollten schön gold-dunkelbraun gebacken sein, dann sind sie besonders knackig.

*Anmerkung m: den Effekt mit der Butter, die etwas gröber in den Teig eingearbeitet ist, sodass eine blättrige Konsistenz entsteht, nutze ich gerne für Tarteböden - s. Tartelettes 

Sonntag, 28. Juni 2015

Festtag IV: Reisehunger x 2 - Bulgursalat mit Nüssen

Während in meiner Selbstwahrnehmung Foodbloggerin ziemlich unten auf der Liste erscheint, fühle ich mich weit mehr als Reisende.

Das war nicht immer so. Lange bevor Amor die Pfeile verschoß, war ich in Anamnese bei meinem zukünftigen Habib. Damals meinte er: *Dir würde es auch mal gut tun, vor die Haustür zu kommen. Zieh doch mal los. Geh doch nach.... Indonesien*. Ich höre meinen ersten abwehrenden Gedanken dazu als wäre es gestern gewesen: Pfff, was soll ich denn in I-N-D-O-N-E-S-I-E-N?! Dabei habe ich jeden Buchstaben einzeln betont. Innerlich. Von Indonesien.

Ein Unfall, eine Knie-OP, eine Trennung und ein Umzug später stand mein Reiseziel fest: Myanmar. Unter anderem. Nach der Reise war nichts mehr wie vorher. Ich auch nicht. Diese erste Reise allein würde ich im Nachhinein sogar als einen Dreh- und Angelpunkt in meinem Leben bezeichnen. Und jede (nicht vor- und durchgeplante) Reise verändert - das fasziniert mich neben der Fremde, dem Einlassen auf Unbekanntes, dem Gefühl unterwegs zu sein, sowie der warmen Empfindung *Ein-zuhause-zu-haben* am meisten.

*Reisehunger* von Nicole Stich konnte damit nur Pflichtlektüre werden. Was ein anziehender Titel. Noch nie ist mir aufgefallen, dass ein Buch in diesem Ausmaß durch die Blogs zieht. Gebts mal ein in die Suchmaschine: echt phänomenal. Im Schneeballsystem rollt *Reisehunger* durch Blogistan!

Mich erfreut das Buch ebenfalls weiterhin. Fast dauerts mich, dass wir im Prinzip vegetarisch leben. Da gäbs nämlich einige appetitliche Rezepte, die mich sonst ködern könnten. Vielleicht locken sie euch? Zwei Exemplare von Reisehunger verlose ich heute. Wer mag, hinterläßt einen Kommentar unter diesem Post. Ja, und als Goodie sogar mit einer persönlichen Signatur von Nicky! 

Die mir - by the way - wahnsinnig schmeichelt, wenn sie mir ein Foto schickt von einem nachgekochten Gericht von hier. Vermutlich ist das auch mit ein Teil des Erfolges von Reisehunger: Nicky MUSS man sympathisch finden... So wie ihre Rezepte lecker. Den Bulgursalat nehme ich mit an den Fluß - mit den Füßen im Wasser wird er nochmals frischer schmecken... Ach, und nur dass ihr es wißt: Nicky hat diesen Bulgursalat in ihrem Buch mit *Lieblingssalat* markiert... Vielen Dank an GU und Nicky fürs Mitfeiern!

Hier habe ich von *Reisehunger* vorgeschwärmt - samt Resumée nach 4 Essen. Tollen Essen! Eindeutig jetzt schon unter meinen Top 3 der Kochbücher 2015!
Zutaten:

400ml Gemüsebrühe
200g grober Bulgur
1 Bund Minze
1/2 Bund Petersilie
3 Schalotten
40g Walnüsse (m: Pistazien)
40g Mandeln
3 EL Butter (oder Öl)
60-75g Cranberrys
1 TL Zimtpulver
2-3 EL Zitronensaft
3-4 EL Olivenöl
2 Pr Zucker
Meersalz

Zubereitung:

Die Brühe zum Kochen bringen, Bulgur einrieseln lassen und bei sanfter Hitze schwach köcheln lassen - dabei den Deckel nicht auflegen. Dann die Flamme abstellen und zugedeckt 20min quellen lassen.

Währenddessen die Zwiebeln fein würfeln (oder in feine Ringe schneiden). Die Kräuter fein (m: mittel) hacken. Die Nüsse eher grob hacken. Die Butter in einer Pfanne aufschäumen lassen, die Schalotten darin dünsten bis sie glasig sind, dann Walnüsse, Mandeln, Cranberrys und Zimt weitere 2min mitrösten. Vom Herd ziehen.

Falls der Bulgur noch zu flüssig sein sollte, das überschüssige Wasser abgießen. Den Bulgur mit einer Gabel auflockern. Zitronensaft, Kräuter, Nuss-Mix unterrühren, mit Olivenöl, Zucker und Salz abschmecken.

TIPP von Nicky: Anstelle der Cranberrys kann man auch Granatapfelkerne verwenden

*Anmerkung m: Da gerade griffbereit mischte ich auch kleineschnittenen Rucola unter. Die Walnüsse ersetzte ich durch Pistazien (weil wir zum Frühstück bereits sämtliche Walnüsse aufgegessen habe). Man kann dem Salat auch wunderbar etwas klein geschnittene und gedünstete Zucchini oder Möhren unterschummeln - schmeckt auch prima.
Teilnahmebedingung: Wer hier bis zum 5.Juli (24 Uhr) einen Kommentar mit Mailadresse hinterläßt, kommt in den Lostopf für eines der beiden Exemplare von Reisehunger.

Bis heute Nacht läuft noch die Verlosung von *Gemüse kann auch anders* von Bettina Matthaei samt den Gewürzen aus ihrem Handel.

Bis Dienstag dauert die Verlosung vom Börner V5-Hobel an.

Und bis Donnerstag kann man noch in den Lostopf von *Teeträume* hüpfen.

Samstag, 27. Juni 2015

kristallener Ausblick

Ein Licht, als würde man durch einen Kristall schauen. Selten beginnen die Morgen so makellos. Nun schiebt sich die Hitze vor diese Sicht mit einem staubigen Schleier, den sie über alles legt.

wenn auch wolkenlos ein Gruß an Katjas Himmelsstation...

Freitag, 26. Juni 2015

ausgewechselt

Ich gehöre einer seither noch nicht gegründeten Assoziation an: der AFB - den Anonymen Food-Bloggern. Tatsächlich gibt es wenig, was mir einen ähnlichen Schwall peinlich berührter Gefühle beschert, wie wenn ich von Feriengästen dabei erwischt werde, wie ich Essen fotographiere. Ganz ehrlich: cool-lässig-elegant-charmant ist der *Akt* als solches definitiv nicht. Wenn man irgendwie verrenkt eine Holzkiste mit einem Teller vor sich herschiebt, um den besten Winkel für das Licht rauszukitzeln - dabei will man doch keine Zuschauer!!! Das mache ich immernoch am liebsten heimlich. Eben anonym.

Zunehmend wissen unsere Gäste um meine kleine Freizeitbeschäftigung. Die Heimlichtuerei wird schwieriger. Vielleicht auch ein Grund, das Blog wieder etwas tunen zu wollen. Minimal, das räume ich wohl ein. Da gäbs ja einiges an technischen Raffinissen, die mir gefallen könnten. Einiges! Wenn ich nur zur Sidebar rüberschaue, herje.... 

Fahre ich fort... bescheiden im Rahmen meiner Möglichkeiten: mit Ausmisten. Regelmäßig stechen mir Bilder unter der Ruprik *Das könnte Sie auch interessieren* derart unangenehm ins Auge, dass die Assoziation *Gruselschocker* um mich schwebt. Es ist mir schleierhaft, wie ich damals den Mut aufbringen konnte, das zu veröffentlichen. Genau da wird weiter die Mistgabel angesetzt.

Einige Rezepte sind es aber wert, bewahrt zu werden. Bon, ihr kennt mich: deswegen reden wir nicht von der ultimativen Foodfotographie. Es bleibt schlichte Dokumentation von Essen, das mir geschmeckt habt. Bis heute abend dürft ihr euch über die schamlose Stümperei ins Fäustchen lachen - dann wird ausgewechselt....


http://salzkorn.blogspot.fr/2011/10/tatin-de-navets-lorange-knaller.htmlhttp://salzkorn.blogspot.fr/2011/07/ziegenkasegnocchis-mit.html
http://salzkorn.blogspot.fr/2011/10/tarte-aux-poires-cardamom-et-chocolat.htmlhttp://salzkorn.blogspot.fr/2011/06/clafoutis-x-8-der-weltschnellste-kuchen.html
http://salzkorn.blogspot.fr/2011/08/spaghettini-mit-weier-tomaten-vanille.html




















Die Tarte Tatin de Navets à l'orange zählt mit zu den besten Gerichten, die man aus Kohl-/Butterrübchen zubereiten kann. Ich habe beim letzten Mal zusätzlich auch eine kleine Kohlrabi  verwendet. Super.

Die Ziegenfrischkäse-Gnocchi mit einer Tomatensauce nach Robert kann ich weiterhin nur empfehlen. Gartenküche, wie ich sie liebe.

Die Tarte mit Birnen, Kardamom und Schokolade backe ich immer wieder. Gerne auch für Gäste oder Feriengäste. Die kam noch immer gut an.

Von einem echten Evergreen kann man in F beim clafoutis aux cérises reden. Wenn ich schnell was Süßes aus der Hand schütteln muß zur Kirschenzeit, bleibt er die erste Wahl.

Die weiße Tomaten-Vanille-Sauce holte ich nicht nur zu den Spaghetti vor. Die finde ich ja sowas köstlich, die könnte ich einfach mit einem kleinen Löffelchen schlemmen...

Donnerstag, 25. Juni 2015

Festtage III: Verlosung Teeträume - Tomatenwurzelbrot mit Oregano

Mit dem Brotbacken fing alles an. Wenn ich gefragt werde, wie ich zum Foodbloggen gekommen bin, dann weil in dieser Geschichte das Ei vor der Henne war. Zuerst war die Küche und der Garten - anschließend wurde ich zur Bespielerin von beidem.

Ihr wißt ja, ich habs schon mal erzählt: ich hatte Küchensperre. Die war von Kindheitstagen noch als Wirkungsort meiner übellaunigen Mutter belegt. *Wer sich nicht wehrt, kommt an Herd*. Das hatte ich mir hinter die Ohren geschrieben. Und das gleiche Schicksal sollte mir nur über meine Leiche widerfahren.

Tja, und dann kam alles anders. Der Habib, Frankreich und ein Leben in einer gefühlt anderen Zeitzone. Als Kaltmamsell gabs bis dato nur eine Regel: gutes Brot muss sein. Jeden Tag eine warme Mahlzeit lag völlig außerhalb meines Vorstellungsvermögens, beziehungsweise meiner Fähigkeiten. Im Stullenschmieren gehörte ich allerdings zu den Pros. So fing der Ehrgeiz an. Ich wollte uns - wenn sonst schon ein elendiger Nudelabkocher - wenigstens mit gutem Brot versorgen.

Immernoch bin ich dem *Sauerteigforum* dankbar. Mit der Unterstüzung der Mitglieder und vorneweg Marlene buk ich mich durch sämtliche Brotbackfehler. Von Marlene ist auch dieses Wurzelbrot adaptiert - allerdings mit einem kleinen Zeitbeschleuniger - denn ein Tag fehlte mir zum Vorbereiten. Ein großer Crack im Baguette-Backen werde ich nie, das überlasse ich den Meistern hier in F (by the way: wunderherrliche Baguettes zum Niederknien im Netz finden sich bei Brotdoc Björn). Aber mich überkam fürs Beisammensein mit unseren Feriengästen die Lust nach einem Brot *mit Geschmack*. Tomaten-Oregano-Geschmack.

Womit wir bei meiner Werbung rausgekommen wären, Brot selbst zu backen. Wahrlich, ich sage euch: es ist halb so wild. Und oz befriedigend, wenn man in der Lage ist, solche Basics aus dem Ofen zu ziehen. 

Ich freue mich sehr, heute und dafür *Teeträume* als Kooperationspartner gewonnen zu haben. Der Online-Handel begleitet mich seit meinen Anfängen - von dort habe ich meine komplette Grundausstattung. Meine Roggenmalzflocken, bzw. Dinkelmalzflocken beziehe ich von dort. Ja, eigentlich sämtliche Gärkörchen und Formen. Auf meine Standart-1kg-Form, die ich meist benutze, habe ich in meinen Backen mit Sauerteig... my way hingewiesen. Ach, überhaupt: bei wirklich jeder Bestellung ging ich als zufriedener Kunden raus - und ich gehöre zu den komplizierteren, weil machmal müssen Feriengäste auf den letzten Drücker Kurier für mich spielen. Nun, heute darf sich einer unter den Kommentatoren dieses Postes - nämlich die/der den das Glückslos verwischt - 2 Gärkörbe aussuchen sowie eine 1kg-Kastenform - entweder die Gleiche, wie ich besitze, oder in der Edelstahl-Variante. Wenn das nicht Anlaß genug ist, sich mit Sauerteig anzufreunden, dann weiß ich auch nich... Vielen Dank Reinhard fürs Mitspielen!
Zutaten - 3 Stück:

Vorteig - ca. 12-15 Stunden:.
50 g Weizenmehl 812 (m: T80)
50 g Wasser lauwarm
1 g Hefe

Sauerteig - ca. 12 Std. ca. 30°
150 g Weizenmehl 812 (m: T80)
150 g Wasser
10 g ASG Weizen (aufgefrischt)

Hauptteig:
Sauerteig
Vorteig
590g Weizenmehl 550
100g Roggenmehl 1150
18g Salz 

8g Hefe
150g Tomaten, getrocknet, in Öl eingelegt, klein geschnitten
2 El Tomatenmark
3 EL Öl (von den eingelegten Tomaten)
2 TL getrockneter Oregano
ca. 450-460g Wasser 


Zubereitung:

Den Vorteig rechtzeitig. verrühren, abdecken, 1 Stunde beim Raumtemperatur anspringen lassen, dann in den Kühlschrank stellen. Ebenso den Sauerteig vorbereiten.

Am Backtag die Hefe in 400ml Wasser lösen. Sauerteig, Vorteig und das Mehl sowie den Salz miteinander verkneten - etwa 10min. Dann das Tomatenmark, die kleingeschnittenen Tomaten, den Oregano sowie das Öl unterkneten. Weiter kneten, dabei schlückchenweise das restliche Wasser (50-70ml) anschütten, bis der Teig weich ist, aber gut Gluten entwickelt hat (Klebestränge im Teig erkennbar).

Den Teig in eine geölte, große Schüssel geben und direkt 1x Falten. Dann eine Stunde zur Ruhe stellen und 3 weitere Male falten. Den Teig für 5 Stunden in den Kühlschrank stellen. 

Den Ofen auf 250° vorheizen - mit Backstein (m: ohne, mein Lochbackblech verwendet)

Die Schüssel aus dem Kühlschrank nehmen und etwa 30min Raumtemperatur annehmen lassen. Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche stürzen und dritteln. Die einzelnen Teigstücke mit beiden Händen 2-3x gegeneinander verdrehen und auf Backpapier legen. Nochmals 30min entspannen  lassen.

Mit Schwaden in den Ofen einschießen. Nach 15min Schwaden ablassen und weitere25-30min backen bei ca. 220-230°. Die letzten Minuten - für die bessere Kruste bei leicht geöffneter Ofentür.

Inspiration: Marlene vom ST-Forum
Teilnahmebedingungen: Wer bis 2. Juli (24 Uhr) hier einen Kommentar hinterläßt, kommt in den Lostopf für die *erste kleine Grundausstattung* bei Teeträume.
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